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Papieratlas 2009
 
   
 
  Wettbewerb


Städte nutzen Papieratlas für nachhaltige Beschaffungspolitik

Alle 81 Großstädte wurden im Frühjahr 2009 angeschrieben und um ihre Papierverbrauchszahlen des Jahres 2008 gebeten. 66 Städte haben in diesem Jahr an der Erhebung teilgenommen. Zur Differenzierung des Städtewettbewerbs und der Erschließung weiterer ökologischer Potenziale wurde der Datenumfang in diesem Jahr erweitert. Neben den Papierverbrauchszahlen der Verwaltungen und Schulen wurden zusätzlich die Daten der Hausdruckereien erfragt. Somit wurde die Transparenz der Papierbeschaffung erhöht und alle wichtigen Einflussgrößen für eine nachhaltige Beschaffung am Beispiel von Recyclingpapier erfasst.




Recyclingpapier etabliert sich als Standard in den öffentlichen Verwaltungen

Der Papierverbrauch aller Städte in den Verwaltungen, Schulen und Hausdruckereien lag insgesamt bei 3.232.605.540 DIN A4-Blatt Papier (= 16.163 Tonnen). Dieser teilt sich in 2.189.330.256 Blatt Recyclingpapier (= 10.947 Tonnen) und 1.043.275.284 Blatt Frischfaserpapier (= 5.216 Tonnen) auf.



Für einen Vergleich der Einsatzquoten zum Vorjahr werden die Zahlen für die Verwaltungen herangezogen, da diese sowohl vom Vorjahr als auch aus der diesjährigen Erhebung vollständig vorliegen. In den Verwaltungen verzeichnen die teilnehmenden Städte des diesjährigen Papieratlas einen durchschnittlichen Recyclingpapieranteil von 74,32 Prozent. 24 Städte, die im vergangenen Jahr ebenfalls an der Erhebung teilgenommen hatten, haben ihre Recyclingpapierquote gesteigert.






 
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Die Mehrheit der Großstädte setzt bereits zu einem großen Teil auf das Papier mit dem Blauen Engel. Es gibt jedoch noch große Unterschiede zwischen den einzelnen Städten. Während einige Kommunen ihre Papierbeschaffung komplett oder zu einem großen Teil auf Recyclingpapier umgestellt haben, gibt es Städte, die noch vergleichsweise wenig Recyclingpapier einsetzen. Bei der Betrachtung der Städte im Bundesländervergleich ist hervorzuheben, dass Bayern, das Saarland und Berlin bereits überdurchschnittlich viel Recyclingpapier verwenden.


Städte setzen in Zukunft verstärkt auf Recyclingpapier

Durch die transparente Darstellung der Einspareffekte sehen die Städte konkret, welche positiven ökologischen Auswirkungen, die Verwendung von Recyclingpapier bewirkt. 29 Städte haben bereits angegeben, künftig noch mehr Recyclingpapier einzusetzen. Mehr als die Hälfte der Städte gaben an, ihren bereits hohen Anteil an Recyclingpapier halten zu wollen. Lediglich zwei Städte wollen in Zukunft weniger Recyclingpapier einsetzen.




Neues Bewertungssystem differenziert Einflussgrößen der nachhaltigen Papierbeschaffung

Schema für die Vergabe
der Sonderpunkte:

Anteil Recyclingpapier in Schulen:
1–25 % = 2 Sonderpunkte
26–50 % = 4 Sonderpunkte
51–75 % = 6 Sonderpunkte
76–100 % = 8 Sonderpunkte

Anteil Recyclingpapier in Hausdruckereien:
1–25 % = 1 Sonderpunkt
26–50 % = 2 Sonderpunkte
51–75 % = 3 Sonderpunkte
76–100 % = 4 Sonderpunkte
 
 
Mit der erweiterten Umfrage wurde in diesem Jahr ebenfalls das Bewertungssystem modifiziert. Obwohl die teilnehmenden Städte die Papierverbrauchszahlen für alle drei Bereiche weitestgehend eingereicht haben, fehlen aufgrund von meist dezentraler Beschaffungsmaßnahmen einige Angaben für Schulen und Hausdruckereien. Wegen der zum Teil unvollständigen Daten wurde daher ein zweiteiliges Wertungssystem entwickelt.

Entscheidend für die Platzierung war die Recyclingpapierquote in den Verwaltungen der Städte, da diese ausnahmslos vorlagen. Bei Übereinstimmungen der Quote wurde für die finale Platzierung ein zweiter Wert hinzugezogen. Dieser Wert setzt sich aus den Sonderpunkten zusammen, die die Städte für ihre Recyclingpapierquote in den Schulen und Hausdruckereien erhalten haben (siehe Kasten).

Aufgrund des höheren Papierverbrauchs in den Schulen wird dieser Bereich zweifach gewertet. Die zusammengerechneten Sonderpunkte beider Bereiche bilden die zweite Bewertungsgrundlage.
Beispiel: Oldenburg und Koblenz setzen beide 100 Prozent Recyclingpapier in der Verwaltung ein. Da die Koblenzer Schulen bedeutend mehr Recyclingpapier einsetzen und die Hausdruckereien beider Städte auf gleicher Höhe liegen, bekommt die Stadt Koblenz mehr Sonderpunkte angerechnet und liegt damit in der Gesamtwertung vor Oldenburg.
 
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