Ökologische Einspareffekte

Die Städte tragen mit vielfältigen Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz bei. Mit der ganz überwiegenden Verwendung von Recyclingpapier heben die Städte sich bietende Potenziale und verringern somit spürbar ihren ökologischen Fußabdruck.

Die bei der Produktion von Recyclingpapier erzielten, hohen Einspareffekte1 bei Wasser, Energie und CO2-Emissionen bewirken eine gesamtökologische Entlastung. So konnten die teilnehmenden 93 Städte 2017 durch die Verwendung von Recyclingpapier eine Einsparung von über 91 Millionen Kilowattstunden Energie bewirken. Zudem haben die Städte durch den Einsatz von Papier mit dem Blauen Engel eine Einsparung von über 444 Millionen Liter Wasser bewirkt.

Seit der ersten Erhebung der Recyclingpapierquoten im Jahr 2008 haben alle teilnehmenden Städte insgesamt über 134.000 Tonnen Blauer-Engel-Papier eingesetzt. Im Vergleich zu Frischfaserpapier bewirkten sie damit eine Wassereinsparung von über 4,2 Milliarden Litern – mit dieser Menge kann der Tagesbedarf an Wasser von 40 Prozent der deutschen Bevölkerung2 gedeckt werden. Die eingesparte Energie von rund 890 Gigawattstunden reicht zusätzlich aus, um etwa 254.000 Drei-Personen-Haushalte3 für ein Jahr lang zu versorgen. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Frankfurt am Main.

 

1 Die Berechnungen zu Einspareffekten basieren auf einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg: „Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff“, 2006. Siehe dazu auch Umweltbundesamt: „Ökobilanzen für graphische Papiere“, 2000.

2 Ausgehend von einem durchschnittlichen täglichen Wasserverbrauch von 121 Litern pro Kopf (Statistisches Bundesamt: „Wasserstatistik“, 2013).

3 Ausgehend von einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Drei-Personen-Haushalt (bdew: „Stromverbrauch im Haushalt“, 2013).