Ökologische Einspareffekte

Die Städte verfügen mit der nachhaltigen Papierbeschaffung über einen wichtigen Hebel für den Klima- und Ressourcenschutz. Denn Recyclingpapier spart in der Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen als Frischfaserpapier.[1] Die 99 teilnehmenden Städte konnten durch die Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel im Jahr 2019 somit eine Einsparung von über 452 Millionen Liter Wasser und über 93 Millionen Kilowattstunden Energie bewirken.

 

Seit der ersten Erhebung der Recyclingpapierquoten im Jahr 2008 wurden im Papieratlas insgesamt rund 162.000 Tonnen Blauer-Engel-Papier dokumentiert. Im Vergleich zu Frischfaserpapier bewirken alle bisher teilnehmenden Städte damit gemeinsam eine Wassereinsparung von über 5,1 Milliarden Litern – mit dieser Menge kann der Tagesbedarf an Wasser von über 50 Prozent der deutschen Bevölkerung[2] gedeckt werden. Die eingesparte Energie von mehr als 1060 Gigawattstunden reicht aus, um etwa
303.000 Drei-Personen-Haushalte[3] ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der Städte Düsseldorf und Wiesbaden zusammen.

 

1 Die Berechnungen zu Einspareffekten basieren auf einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg: „Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff“, 2006. Siehe dazu auch Umweltbundesamt: „Ökobilanzen für graphische Papiere“, 2000.

2 Ausgehend von einem durchschnittlichen täglichen Wasserverbrauch von 121 Litern pro Kopf (Statistisches Bundesamt: „Wasserstatistik“, 2013).

3 Ausgehend von einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Drei-Personen-Haushalt (bdew: „Stromverbrauch im Haushalt“, 2013).